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Gruppenbild vom Team Stielwerk
Quelle: Katrin Klawitter

Schneller zur Selbstständigkeit durchstarten als Daniela Fischer-Paul kann man fast nicht: Die gelernte Floristin hat mit 23 Jahren, nur ein halbes Jahr nach ihrer Abschlussprüfung, ihr eigenes Fachgeschäft, das „Stielwerk“ in Munster, eröffnet. Sie blickt mittlerweile zufrieden auf fünf erfolgreiche Geschäftsjahre zurück – hat dabei aber auch schon Höhen und Tiefen erfahren.

Text und Fotos: Katrin Klawitter, Wedemark

Eigentlich wollte Daniela Fischer-Paul Architektin werden – kehrte ihrer angebrochenen Ausbildung aber schnell den Rücken, weil sie sich in der fremden Stadt ohne Verwandte und Freunde verloren fühlte. Und genau das ist auch das Erfolgsgeheimnis ihres heutigen Fachgeschäfts: Die Verbundenheit mit ihrem Heimatort Munster und ihre Bekanntheit dort. Daniela Fischer-Paul und ihr Mann Stephan sind beide bekannte Unternehmer im Ort. Er führt bereits seit vielen Jahren eine KfZ-Werkstatt und unterstützte als erfahrener Geschäftsmann seine junge Frau sofort, als sie über eine eigene Selbstständigkeit nachdachte. „So viel, wie du als Angestellte arbeitest – die Kraft kannst du doch genauso gut in einen eigenen Laden investieren“, bestärkte er sie nach ihrer Lehre. Gesagt, getan – schnell fand sich in Bahnhofsnähe in einem kleinen Geschäftszentrum ein leer stehender Aldi-Markt, direkt neben einer gut frequentierten Bäckerei, einem Toto-Lotto-Geschäft, einer Fahrschule und einer Physiotherapie-Praxis. Die Verpächter waren bereit, die Räume nach ihren Wünschen umzubauen, und mit vereinten familiären Kräften entstand in drei Monaten ein 100 m² großer, neu gestalteter Verkaufsraum.

Von Anfang an mit eigenem Stil

Die junge Unternehmerin wollte von Anfang an ihren eigenen Stil umsetzen: „Ich habe die anderen Anbieter im Ort nie als Konkurrenz gesehen, sondern einfach das angeboten, was mir selbst gefällt.“ Dabei achtet sie darauf, dass sie Dinge anbietet, die sonst keiner im Ort hat. Und steuert ihre Sortimentsauswahl bewusst und selbstbewusst. Das bedeutet, dass sie Lieferanten, die den versprochenen Gebietsschutz nicht einhalten, sofort von ihrer Einkaufsliste streicht. Die Floristin und ihr Mann fahren gemeinsam zum Einkaufen auf große Messen, nach Hamburg und zwei Mal im Jahr in die Niederlande. „Spannend ist, dass unsere Stammkunden sich solche Termine merken und auch wirklich darauf warten, dass wir wieder mit neuen Sachen kommen“, freut sie sich. Sie kauft gezielt in kleinen Stückzahlen ein und wählt sorgsam aus, was zum Geschäft passt. Das gilt im Übrigen auch für Blumen und Pflanzen. Wenn sie nicht gerade zum Hamburger Blumengroßmarkt fährt, vertraut die Floristin auf einen festen fahrenden Händler. „Ich achte sehr darauf, dass die Qualität super ist“, sagt Daniela Fischer-Paul. „Immer wieder bekommen wir zu hören, wie lange unsere Sträuße halten.“ Kriterien wie Herkunft oder Produktionsmethode sind ihren Kunden nicht so wichtig, aber die Qualität muss gut sein.

Gern wird gestöbert, geplaudert, entdeckt

Dass das komplette Sortiment gut ankommt, zeigt sich bei unserem Besuch an einem Samstag: Die eher weiblichen, mittelständischen Kunden mittleren Alters geben sich die Klinke in die Hand. Gern wird gestöbert, geplaudert, entdeckt – Daniela Fischer-Paul kennt nahezu jede Kundin beim Namen und dazu ihre Geschichte. Und wenn sie jemanden nicht kennt, dann tut das ganz bestimmt eine Kollegin aus dem Viererteam. Viele Kunden kommen, weil die Chefin und ihre Mitarbeiterinnen so gut vernetzt sind: Andere Mütter oder Mitstreiter aus der Feuerwehr zum Beispiel – man kennt sich und kommt vorbei, wenn man Blumen, Geschenke oder etwas „für sich“ möchte.

Der Durchschnittsbon liegt zwischen 15 und 20 A. Hauptumsatzbringer sind Schnittblumen, Hochzeiten und Beerdigungen, Dekorationsartikel tragen etwa 40 % zum Umsatz bei. Bei den Pflanzen gibt es nur einzelne Besonderheiten oder welche mit Dekoration. „Aber Heide, die muss man hier in der Heide unbedingt haben“, lacht die Geschäftsfrau. Daniela Fischer-Paul hat zwar gleich zum Start mit Werbung auf ihre Leistungen hingewiesen, aber in einer Kleinstadt geht nichts über Mundpropaganda: Schnell sprach sich herum, dass das „Stielwerk“ andere und besondere Produkte und tolle Hochzeitsfloristik bietet. Hinzu kamen Aufträge von Firmen, der Sparkasse und einem Altenheim. Das Geschäft ist somit ein echter Local Hero.

Das Anderssein als die Wettbewerber, dazu die Bekanntheit des Unternehmerehepaars und natürlich auch harte Arbeit führten dazu, dass das Geschäft bald die geplanten Umsatzahlen erreichte. Schnell war auch genug Arbeit für eine erste Teilzeitkraft da. Mittlerweile arbeiten drei feste Mitarbeiterinnen im Team, darunter zwei, die sie aus der Lehre oder Berufsschule kennt. „Wir kennen uns schon lange und haben denselben Stil, dieselbe Denke“, freut sich Daniela Fischer-Paul.

Präsenz der Chefin ist wichtig

Das war besonders hilfreich, als die Unternehmerin im vergangenen Jahr eine kleine Tochter bekam und nicht mehr täglich im Laden stehen konnte. Da stemmten die Mitarbeiterinnen das Alltagsgeschäft, die Chefin steuerte vieles von zuhause aus und erledigte, was von dort zu schaffen war, zum Beispiel die Buchhaltung oder Bestellungen. Dennoch bekam das „Stielwerk“ ein bisschen zu spüren, wie stark der Erfolg eines Geschäfts in einer kleinen Stadt von der Präsenz der Inhaberin abhängt. „Wir hatten in den letzten Jahren erstmals ein wirklich spürbares Sommerloch, das kannten wir bisher nicht“, sagt Daniela Fischer-Paul. „Sicher auch, weil viele im Urlaub waren. Aber es ist doch auch zu merken, dass die Kunden gerne möchten, dass die Chefin da ist. Man muss gar nicht selbst bedienen, aber begrüßen, hinschauen, wertschätzen. Das ist schon enorm wichtig. In der Werkstatt meines Mannes ist das ähnlich.“

Daniela Fischer-Paul nahm das als Warnsignal und ist wieder öfter im Laden. Die kleine Familie versucht, gemeinsame Auszeiten auf Tage zu legen, an denen es nicht so auffällt, indem zum Beispiel ein Wochenende um einen Montag verlängert wird. „Aber wir sind nun mal lokale Unternehmer. Dass damit Verantwortung und Druck verbunden sind, das war uns vorher klar“, lacht die Geschäftsfrau.

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